Geschichte und Décor

Bevor man einen Leuchtturm sieht, muss man ihn sich vorstellen

Die Geschichte des Faro di Capo-Spartivento

Der Leuchtturm am Capo Spartivento wurde 1854 von der italienischen Marine erbaut und war einer von zwanzig königlichen Leuchttürmen, die auf Betreiben von Viktor Emanuel II. von Savoyen errichtet wurden, dessen Initialen noch heute im schmiedeeisernen Fries über der Eingangstür prangen.
Das Gebäude wurde während des Zweiten Weltkriegs von amerikanischen Fliegern unter Beschuss genommen und erlebte am Ende des Krieges seine erste und einzige Restaurierung.
Bis zu den 80er Jahren, als die Automatisierung die Wache überflüssig machte, lebte die Familie des Leuchtfeuerwärters darin.

Über 30 Jahre geriet der Leuchtturm in Vergessenheit. 2006 begann sein zweites Leben.
In Wirklichkeit hatte die Verwandlung viele Jahre zuvor begonnen, als Kindheitstraum und ehrgeiziges Projekt, das lange in der Schublade lag. Durch Personen, die über die nötige Leidenschaft, Fantasie und Einsatzfreude verfügten, wurde es schließlich Wirklichkeit.
Noch einmal wies der Faro Capo-Spartivento den Weg, denn heute ist er der erste und einzige Leuchtturm Italiens, der als Unterkunft dient und von der Spitze der italienischen Marine als gelungenes Beispiel für die Sanierung eines Werks der Militärarchitektur prämiert wurde.

Buchen Sie Ihr Erlebnis >

Das Sanierungsprojekt des Faro

Es ging darum, den Zauber eines Leuchtturms am Mittelmeer durch zurückhaltende Eingriffe in die innere und äußere Raumaufteilung und eine stilistisch gelungene Wahl der Materialien und Einrichtungen zu bewahren, damit er als Beispiel für einen minimalistisch-mediterranen Stil überzeugen konnte.

Die erhaltende Restaurierung des Faro, die acht Jahre lang gedauert hat, war eine durchgreifende und zugleich respektvolle Maßnahme, die die Nutzungsbestimmung des Gebäudes von Grund auf verändert, dabei jedoch das kollektive historische Gedächtnis des Ortes geachtet hat.

Im Ergebnis ist ein Entwurf entstanden, in dem dank der ausschließlichen Verwendung lokaler Materialien und der Anwendung von Grundsätzen der Ökoarchitektur Umwelt, Architektur und Tourismus zusammengehen.
Stein, Granit, Basalt, Schmiedeeisen, Holz und Meerwasser prägen die Linien im Innenbereich und die Außenumrisse des Faro Capo-Spartivento. Die Warmwasser- und Stromerzeugung erfolgt über Fotovoltaikmodule. Eine Entsalzungsanlage ermöglicht die Verwendung von Meerwasser für den normalen Betrieb der Einrichtung, während eine Pflanzenkläranlage für die Wiedergewinnung des Abwassers zum Zweck der Gartenbewässerung sorgt.

Aus der klugen Neugestaltung des Raumes mit Blick auf eine andere Gebäudenutzung ist eine neue Idee des Leuchtturms entstanden: ein Bau, der nicht mehr ausschließlich auf das Meer ausgerichtet ist, sondern auch das Hinterland einbezieht.
Daraus ergibt sich eine perfekte Harmonie mit dem Kontext. Tagsüber dominiert die Natur; nachts strahlt der Leuchtturm in seiner ganzen Schönheit, in einem dichten Dialog zwischen dem Licht der Laterne und dem Spiel der künstlichen und natürlichen Lichter, die die Anlage beleben.
Faro Capo-Spartivento ist eine Licht-Architektur, in der das Leuchtfeuer, das seit über 160 Jahren den Weg der Seefahrer erhellt, immer noch brennt.

Décor

Der weiße Minimalismus der Innenräume und die essentiellen Linien der Außenräume bilden den Hintergrund für eine Welt einzigartiger Stücke aus unterschiedlichen Epochen und Orten.
Die Objekte und Materialien haben allen, die zuzuhören verstehen, eine Geschichte zu erzählen, genau wie der Leuchtturm, in dem sie untergebracht sind: Geschichten ferner Welten und alter Handwerkskunst, einmalige Geschichten.

Umgeben vom Zauber des Capo Spartivento frühstückt man am Poolrand auf alten türkischen Karrenböden, die Bücher im Teesaal stehen in einer prächtigen indischen Truhe, die Waschbecken in den Badezimmern im Erdgeschoss ruhen auf einem alten mongolischen Mörser und der Rahmen eines Spiegels birgt 42 indische Stempel zum Bedrucken von Stoffen.

In einem feinen Gleichgewicht stehen diese Erzeugnisse neben Designerobjekten wie den roten Deckenleuchtern aus Murano-Kristall oder den weißen Ledersitzen im Louis XIV-Stil im Speisesaal.

Jedes Detail im Leuchtturm ist eine Hommage an die Reiseleidenschaft, die nie den Horizont aus dem Blick verliert, der sich verlockend hinter den Fenstern abzeichnet.

Buchen Sie Ihr Erlebnis >

Guest House Faro Capo-Spartivento
faro-recupero5-sardegna
faro-recupero4-sardegna
faro-recupero6-sardegna
top
Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen die Nutzung ihrer Funktionen zu ermöglichen. Falls Sie mehr erfahren oder die Einwilligung der Cookies verweigern möchten klicken Sie \Mehr lesen\. Durch Schließen dieses Banners, herunter scrollen oder Klicken eines Elementes, willigen Sie die Verwendung der Cookies ein. Mehr lesen